Galileo

Intelligente Wärme.
Sauberer Strom.

Brennstoffzellensysteme von HEXIS kombinieren
Spitzentechnologie mit umweltschonender Effizienz (A++).

HEXIS


Wer oder was ist HEXIS?

HEXIS ist ein Unternehmen, das sich ausschliesslich mit der Entwicklung, der Herstellung, der Vermarktung und dem Service von Brennstoffzellen und Brennstoffzellen-Systemen in der stationären Anwendung und im kleinen Leistungsbereich beschäftigt. Rund 35 Mitarbeiter arbeiten dafür an den beiden Standorten Winterthur (CH) und Konstanz (DE).

 

In welchem Verhältnis stehen HEXIS und Viessmann zueinander?

HEXIS ist Teil der Viessmann-Gruppe. Viessmann hat nach einer anfäglichen 50 prozentigen Beteiligung im Juni 2015 HEXIS komplett übernommen.

 

 

GALILEO


Was ist eine Brennstoffzelle?

Eine Brennstoffzelle ist ein elektrochemischer Energiewandler. Es handelt sich dabei genauer gesagt um eine galvanische Zelle, in der die Reaktionsenergie eines kontinuierlich zugeführten wasserstoffreichen Brennstoffs und Oxidationsmittels, nämlich Luft-Sauerstoff, hocheffizient  in Strom und Wärme umgewandelt wird. Damit ist eine Brennstoffzelle prädestiniert, um im Bereich der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) eingesetzt zu werden.

 

Was bedeutet SOFC genau?

SOFC ist die Abkürzung des englischen Begriffs "Solid Oxide Fuel Cell". Das bedeutet Festoxid-Brennstoffzelle. In SOFC wird eine Keramik - in der Regel aus Zirkoniumoxid - als Elektrolyt eingesetzt. SOFC werden auch als Hochtemperatur-Brennstoffzellen bezeichnet, da sie bei Betriebstemperaturen von bis zu 1000 °C arbeiten.

 

Was ist ein Brennstoffzellen-Heizgerät?

Ein Brennstoffzellen-Heizgerät wie Galileo 1000 N ist ein vorkonfektioniertes aber dennoch im Haus flexibel einsetzbares KWK-Gerät, das unter einer Verkleidung einen Brennstoffzellen-Stapel und einen Gas-Zusatzbrenner beherbergt. Galileo ist in einer einzigen Leistungsklasse (22 kWth Gesamt-Heizleistung) verfügbar und aufgrund der Modulationsfähigkeit von Brennstoffzelle und Zusatzbrenner aber in Objekten mit Heizwärmebedarf von etwa 15‘000-35‘000 kWh pro Jahr gut einsetzbar.

 

Wo wird Galileo am besten eingesetzt?

Galileo 1000 N wird am besten in Ein- und kleinen Mehrfamilienhäusern zur Modernisierung der Heizungsanlage eingesetzt. Ideale Gebäude haben einen Wärmebedarf von 15'000 bis 35'000 kWh pro Jahr. Zusätzlich benötigen Sie einen Strom -und Erdgasanschluss, eine Internetverbindung sowie eine Pumpen-Warmwasser-Heizung.

 

Wie sieht eine typische Installation von Galileo im Haus aus?

Galileo wird in der Regel zusammen mit einem Kombispeicher oder wahlwesie einem Heizwasserpufferspeicher und einem Trinkwasserspeicher im Keller des Hauses eingesetzt, genau dort, wo früher der konventionelle Wärmerzeuger wie ein Heizkessel oder eine elektrische Wärmepumpe standen.

 

Warum setzt Viessmann auf 2 verschiedene Brennstoffzellen-Typen?

Die beiden Brennstoffzellen-Systeme werden in unterschiedlichen Objekten eingesetzt. Vitovalor 300-P typischerweise in Objekten mit bis zu 20‘000 kWh Wärmebedarf pro Jahr, Galileo 1000 N in Gebäuden mit etwa 15‘000 bis 35‘000 kWh pro Jahr.

 

Ist die Brennstoffzelle eine Eigenentwicklung von HEXIS oder gibt es auch Partner?

Die Brennstoffzelle, hier eine SOFC (Solid Oxide Fuel Cell), ist eine Eigenentwicklung von HEXIS. Allerdings gibt es auch einige Partner aus Wissenschaft und Industrie, die uns bei Forschung und Entwicklung unterstützt haben.

 

Von welchem Hersteller ist der Gas-Gebläsebrenner?

Der Gas-Gebläsebrenner von Galileo ist eine Eigenentwicklung von HEXIS, bei der aber branchenübliche Komponenten verbaut worden sind. Er stammt noch aus der Vor-Viessmann-Zeit.

 

Galileo erzeugt Strom und Wärme. Kann damit der Anlagenbetreiber unabhängig vom Energieversorger werden?

Aufgrund der Abhängigkeit von Gas ist die Autarkie eingschränkt. Der produzierte Strom deckt nur einen Teil des täglichen Strombedarfs ab. Somit ist absolute Autarkie nicht möglich. Dennoch nimmt die Abhängigkeit von steigenden Strompreisen ab, da Galileo einen grossen Teil des Strombedarfs im Haus abdecken kann.

 

Welcher Brennstoff wird bei Galileo eingesetzt?

Galileo wird mit Erdgas oder Bio-Erdgas betrieben.

 

Kann Galileo auch mit Flüssiggas oder Wasserstoff betrieben werden?

Nein, aktuell wird Galileo ausschliesslich mit Erdgas (E, LL) oder Bio-Erdgas aus dem Netz der öffentlichen Versorgung betrieben.

 

Kann das Gas für Galileo auch in einem Tank gespeichert werden?

Es gibt teilweise Anbieter, welche Tanks für Erdgas (LNG, Inhalt: hauptsächlich Methan) und die dazugehörige Brennstofflieferung als Serviceleistung anbieten. Damit kann Galileo problemlos versorgt werden. Flüssiggas (LPG, Inhalt: Propan/Butan) kann in Galileo nicht eingesetzt werden.

 

Wie wird Galileo betrieben? (Wärme- und/oder strom-geführt?)

Galileo wird ausschliesslich wärmegeführt betrieben. Typischerweise nimmt Galileo automatisch zu Beginn der Heizperiode den Brennstoffzellen-Betrieb auf und stellt sich genauso automatisch zum Ende der Heiperiode wieder ab. In der verbleibenden Zeit übernimmt der Zusatzbrenner die Trinkwassererwärmung und die Spitzenlast-Wärmeversorgung im Winter.

 

Wieviel Erdgas kann durch den Einsatz von Galileo im Vergleich zur konventionellen Heiztechnik etwa eingespart werden?

Galileo ist eine Heiztechnologie mit dem aktuell höchsten Effizienzlabel A++. Jedoch bedeutet Effizienz in diesem Falle nicht etwa eine drastische Senkung des Brennstoffverbrauches, sondern, dass aus einer gegebenen Menge Erdgas mehr erzeugt werden kann. Nämlich nicht nur Wärme, sondern zusätzlich auch noch höherwertigen elektrischen Strom. Wenn Galileo also einen alten Gasheizkessel im Einfamilienhaus ersetzt, kann sich weniger der Gasverbrauch sondern vielmehr der Stromverbrauch im Haus dadurch etwa halbieren.

 

Wie hoch muss der Aufstellraum für Galileo sein?

Galileo ist etwa 1.64 m hoch. Die notwendige Raumhöhe für die Montage ist 2.05 m. Wenn HEXIS vor Auslieferung davon erfährt, kann die minimale Einbauhöhe auf etwa 1.85 m reduziert werden. Dazu ändern wir ein Bauteil.

 

Wie wird die elektrische Leistung der Brennstoffzelle geregelt?

Die elektrische Leistung der Brennstoffzelle wird über den Volumenstrom des Erdgases geregelt.

 

Kann Galileo mit einem Gebäudeleitsystem verbunden werden?

Aktuell kann Galileo keine Datenkommunikation mit solchen externen Systemen vornehmen.

 

Welche Lebensdauer hat das Brennstoffzellen-Heizgerät?

Galileo ist auf eine Lebensdauer von etwa 20 Jahren ausgelegt, wobei darin nach 6-7 Jahren im Rahmen des Vollwartungsvertrages, genannt "Betriebsgarantie", ein kostenneutraler Tausch des Brennstoffzellen-Moduls zu erwarten ist.

 

Welche Lebensdauer hat die Brennstoffzelle?

Die Frage setzt voraus, dass klar ist, was unter der Lebensdauer der Brennstoffzelle verstanden wird. HEXIS versteht sie so, dass das Brennstoffzellen-Modul (BZM) ausgetauscht wird, wenn das BZM die elektrische Mindestleistung von 70% unterschreitet. Der Anlagenbetreiber braucht sich somit um die Beantwortung der Lebensdauer-Frage keine Gedanken zu machen.

 

Welche Leistungen beinhaltet die Betriebsgarantie?

Die Betriebsgarantie ist ein Vollwartungsvertrag, der alle Leistungen für den Betrieb von Galileo über 10 Jahre beinhaltet. Dazu gehören Austausch von Gebrauchs- und Verbrauchsteilen, Fernüberwachung und Serviceeinsätze vor Ort. Auch gegebenenfalls notwendige Ersatz-Brennstoffzellen-Module werden hierdurch abgedeckt. Nach dem Ablauf dieser Betriebsgarantie muss der Anlagenbetreiber alle Ersatz- und Verschleissteile nach Bedarf selber bezahlen. Im Normalfall dürfte über die Gerätelebensdauer nur ein (1) einziger Tausch des Brennstoffzellen-Stapels im Rahmen des Vollwartungsvertrages fällig sein.

 

Werden in HEXIS-Brennstoffzellen nicht auch teure Materialien wie Platin eingesetzt?

HEXIS setzt in Galileo auschliesslich Brennstoffzellen vom Typ SOFC ein. In diesen wird kein Platin als Katalysator oder ähnliches eingesetzt.

 

Ist es möglich, externe Verbraucher an das BZH direkt anzuschliessen?

Mit Galileo kann ein Wärme-Inselnetz aufgebaut werden. Dazu werden die zur Wärmeverteilung notwendigen Komponenten der Heizungsanlage elektrisch von Galileo versorgt. Somit kann bei einem eventuellen Stromausfall die Wärmeversorgung des Hauses sichergestellt werden. Weitere elektrische Verbraucher können nicht angeschlossen werden.

 

Wie lange dauert der Start der Brennstoffzelle? Wie lange dauert es, bis Galileo beim ersten Start Strom produziert?

SOFC sind Brennstoffzellen, die generell nicht schnell starten. Bei Galileo 1000 N dauert es vom Einschalten nach der Sommerpause bis zur Stromproduktion etwa 12 Stunden. Durch die Modulationsfähigkeit der Brennstoffzelle ist jedoch ein oftmaliges ein- und ausschalten gar nicht erst notwendig.

 

Kann Galileo auch in Gebäuden mit hohen Heizsytem-Temperaturen eingesetzt werden? Gibt es ein Grenze bezüglich der Rücklauftemperatur?

Ja, Galileo ist dafür besodners geeignet. Die maximale Rücklauftemperatur liegt bei 75 °C.

 

Ist es möglich, mehrere Galileo zusammenzuschalten, also zu kaskadieren?

Nein, eine Kaskade ist aktuell nicht möglich.

 

Wie lange ist die Regenerierungszeit der Zelle?

Die HEXIS-Brennstoffzelle kennt keine Regenerierungszeit. Das Betriebsverhalten von SOFC unterscheidet sich deutlich von der einer PEMFC. Die HEXIS-SOFC startet normalerweise automatisch zu Beginn der Heizperiode und läuft kontinuierlich bis zum Ende der Heizperiode durch. Dabei kann sie ihre Leistung zwischen 50 und 100 % modulieren.

 

Wie sicher ist die obligatorische Internetverbindung via DSL?

HEXIS unternimmt alles, um die grösstmögliche IT-Sicherheit zu gewährleisten und die Daten der Kunden zu schützen. Es wurde dazu ein unabhängiges externes Unternehmen beauftragt um die vorhandene Netzwerkarchitektur von HEXIS zu überprüfen. Das Ergebnis dabei: Die Applikationen der HEXIS-AG weisen sicherheitstechnisch keine Mängel auf und halten intensiven Belastungstests stand.

 

Wie wird das Brennstoffzellen-Heizgerät bzw. das Brennstoffzellen-Modul fachgerecht entsorgt?

Die ausgedienten Brennstoffzellen-Heizgeräte werden von HEXIS zurückgenommen und durch einen professionellen Entsorger behandelt.

 

Ist eine Brennstoffzelle gefährlich?

Nein, die Brennstoffzelle ist nicht gefährlich, da das Brennstoffzellen-Heizgerät als Ganzes sicherheitstechnisch nach den relevanten Regeln und Normen geprüft und zertifiziert wurde. Ausserdem wurde Galileo im Labor und Feld erfolgreich getestet. Es wird auch kein Wasserstoff dabei gelagert bzw. gespeichert.

 

 

VERMARKTUNG


Ist Galileo schon am Markt verfügbar?

Ja, seit Ende 2013 kann es über das installierende Fachhandwerk und Energieverosorgungsunternehmen gekauft werden.

 

Kann ich Galileo als Privatperson direkt bei HEXIS kaufen?

Galileo kann ausschliesslich über von HEXIS geschulte Fachhandwerker oder Energieversorgungsunternehmen gekauft werden.

 

Kann ich als Endkunde Galileo auch direkt bei HEXIS beziehen?

Nein, Galileo wird ausschliesslich über das installierende Fachhandwerk (Heizungs- und/oder Elektroinstallateur) oder ggf. über einen Energieversorger an den Endkunden verkauft.

 

Wieviel kostet das Brennstoffzellen-Heizgerät jetzt und künftig?

Galileo wird zusammen mit Zubehör wie Heizwasser-Pufferspeicher in das Gebäude eingebaut. Ihr Heizungsfachbetrieb wird Ihnen gerne ein Angebot zu den Kosten für die komplette und betriebsbereite Brennstoffzellen-Heizungsanlage erstellen.

 

Wieviel kostet ein Ersatz-Brennstoffzellen-Modul?

Der Austausch des Brennstoffzellen-Moduls (BZM), das den Brennstoffzellen-Stapel und einiges mehr beinhaltet, wird durch die Betriebsgarantie abgedeckt. Falls entgegen aller Erwartungen ein BZM nach Ablauf der über 10 Jahre andauernden Betriebsgarantie getauscht werden muss, sollte dies preislich etwa im Bereich eines Gas-Gebläsebrenners liegen. Derzeit kann HEXIS keine realistische Aussage tätigen, was der Preis einer Komponente in über 10 Jahren sein wird.

 

Wie lässt sich die Wirtschaftlichkeit des Brennstoffzellen-Heizgerätes darstellen?

HEXIS macht für Endkunden und Fachhandwerker gerne eine unverbindliche Wirtschaftlichkeitsberechnung mit einem selbst entwickelten und auf MS-Excel basierendem Tool. Es werden aber keine Berechnungen von Dritten unterstützt.

 

Wird die Investition in eine Brennstoffzellen-Heizung vom Staat oder Energieversorgungsunternehmen finanziell gefördert?

Bund, Land, Gemeinden und Kantone unterstützen teilweise den Einsatz der Hocheffizienztechnologie Brennstoffzelle. So gibt es finanzielle Förderung wie z.B. in Deutschland durch die KFW (10'200 €), das BAFA (3'515 €) oder das KWK-Gesetz (Förderung des erzeugten Stroms pro kWh). 

 

Kann HEXIS bei der Planung und Auslegung einer Brennstoffzellen-Heizungsanlage unterstützen?

Ja, HEXIS unterstützt den Fachhandwerker hierbei gerne. Bei kostenlosen und obligatorischen Schulungen durch HEXIS werden die hierfür notwendigen Kenntnisse vermittelt.

 

An wen wende ich mich bei allgemeinen Fragen zu Galileo?

Bei Fragen zum Einbau von Galileo können Sie sich an Ihren Installateur wenden. Bei Fragen zu Galileo selbst können Sie sich entweder direkt an HEXIS wenden oder an Ihren Servicepartner bzw. Installateur.

06/01/2017

Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle (KFW 433)

Die Installation von Galileo wird in ganz Deutschland ab sofort…

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